Geschichte
Was lief denn so 1956?
Die Kasernenanlage am Neuendeich ist wieder belegt: Die Bundesmarine, 3. Schiffsstammabteilung, hielt Einzug. Der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR), aufgeteilt in WDR und NDR (Hamburg).
Die letzten Kriegsgefangenen aus der UdSSR sind heimgekehrt. Erste „Gastarbeiter“ aus Italien eingetroffen. Seit 200 Jahren wird der kälteste Winter in Deutschland registriert – Temperaturen bis zu 30 Grad minus. Ein Orkan über der Nordsee beschert Überschwemmungen.
Die Zuckersteuer wird gesenkt. Der Doppelzentner kostet zehn statt 25,50 DM. Der Deutsche Gewerkschaftsbund engagiert sich für eine 40-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Nach neuer Gesetzgebung gilt Tempo 60 in den Städten. Für Kraftfahrzeuge gibt es neue Kennzeichenschilder.
Ins Kino „Stadttheater-Lichtspiele“ am Marktplatz kommen neue Filme wie „Der Hauptmann von Köpenick“ (Heinz Rühmann in der Hauptrolle), „Die Geierwally“ (Barbara Rütting) und „Hochzeit auf Immenhof“ (Heidi Brühl aus Elmshorn). Der Grundwehrdienst beträgt zwölf Monate. In der neuen Flensburger Verkehrssünderkartei werden Verstöße erfasst. Nach neuem Ladenschlussgesetz darf sonnabends bis 16 Uhr und montags erst ab 10 Uhr (gültig ab 1957) geöffnet werden.
Die Tankstellen erhöhen ihre Preise um einen Pfennig. (es)